Deutsche Ländermeisterschaft 2026

Mitteilung

NRW verteidigt den Titel bei der Deutschen Ländermeisterschaft 2026

Andreas Jagodzinsky – Die Auswahl des Schachbundes NRW hat erneut die Deutsche Ländermeisterschaft gewonnen. In Duderstadt setzte sich der Titelverteidiger mit zwölf Mannschaftspunkten aus sieben Runden vor Hessen und Rheinland-Pfalz durch. Mit sechs Siegen und nur einer Niederlage bestätigte NRW einmal mehr seine herausragende Stellung im deutschen Jugendschach. 

Damit geht der Titel zum vierten Mal innerhalb von fünf Jahren nach Nordrhein-Westfalen. Bereits 2022, 2023 und 2025 hatte die NRW-Auswahl die Meisterschaft gewonnen. Für Maurin Möller war es sogar der vierte DLM-Erfolg in dieser Zeit, da er seit 2022 immer in der Mannschaft stand.

Dabei waren die Voraussetzungen keineswegs optimal. Mehrere Topspielerinnen und Topspieler standen in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Dennoch konnte das Trainerteam um Landestrainerin WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky und André Wolf auf eine ebenso spielstarke wie erfahrene Mannschaft bauen. Mit Ausnahme von Benedict Scholz, Luka Schwitkowski und Phillipp Allen hatten alle Mitglieder des Teams die DLM bereits zuvor gespielt und auch schon gewonnen.

Für NRW gingen Maurin Möller, Luka Schwitkowski, Alicia Kovalskyy, Benedict Scholz, Phillipp Allen, Lilian Schirmbeck, Daria Shynkar und Jad Besou an die Bretter. Mit einem DWZ-Durchschnitt von 2111 führte die Mannschaft zugleich die Startrangliste an. 

Drei Siege zum Auftakt

NRW startete überzeugend in das Turnier. Zum Auftakt wurde Sachsen mit 6:2 bezwungen. Es folgten ein 5½:2½ gegen Rheinland-Pfalz und ein wichtiger 5:3-Erfolg gegen Bayern. Nach drei Runden stand die Mannschaft damit verlustpunktfrei an der Tabellenspitze. 

In der vierten Runde gab es allerdings einen Rückschlag. Gegen Baden musste sich NRW mit 3:5 geschlagen geben. Es sollte jedoch die einzige Niederlage des gesamten Turniers bleiben. 

Die Reaktion darauf war die eines Meisters: Noch am selben Tag gewann NRW gegen den späteren Zweitplatzierten Hessen mit 5:3. Anschließend folgte ein weiterer 5:3-Erfolg gegen Sachsen-Anhalt. Damit ging die NRW-Auswahl als Tabellenführer in die Schlussrunde. 

Souveräner Abschluss gegen Württemberg

Zum Abschluss ließ die Mannschaft keine Zweifel mehr aufkommen. Gegen Württemberg gewann NRW deutlich mit 5½:2½ und machte damit die erfolgreiche Titelverteidigung perfekt. Während Verfolger Hessen ebenfalls gewann, behauptete NRW seinen Vorsprung und beendete das Turnier mit zwölf Mannschaftspunkten und insgesamt 35 Brettpunkten auf dem ersten Platz. 

Die Grundlage des Erfolges war erneut die große mannschaftliche Geschlossenheit. Besonders Lilian Schirmbeck überzeugte mit 5½ Punkten aus sieben Partien. 

Der erneute Titelgewinn zeigt eindrucksvoll die Stärke und Kontinuität der nordrhein-westfälischen Nachwuchsarbeit. Trotz einiger Wackler präsentierte sich das Team über die gesamte Meisterschaft hinweg souverän, nervenstark und geschlossen. Auch die Niederlage gegen Baden brachte die Mannschaft nicht aus dem Konzept. Stattdessen folgten drei Siege in Serie und am Ende der verdiente vierte Titel seit 2022.

Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Mannschaft sowie an das Trainerteam um WGM Carmen Voicu-Jagodzinsky und André Wolf!