Schulschach-Landesfinale – 8. März 2019 – Castello Düsseldorf

castello 2019
Ein Turnier der Superlative

Christian Goldschmidt - Das Castello in Düsseldorf war erneut der Schauplatz für das größte Schachturnier in Nordrhein-Westfalen. 197 Schulteams mit 920 Schülern und mehr als 300 Begleitern füllten die Arena und sorgten wieder für eine einzigartige Atmosphäre.

In sechs Wettkampfklassen wurden jeweils neun Runden durchgeführt, ein Mammutprogramm für Spieler und Organisatoren, was aber zügig über die Bühne ging. Die letzte Runde war schon deutlich vor der angesetzten Zeit beendet.

Aus 40 Städten und Kreisen von NRW kamen die Teilnehmer, die weiteste Fahrt hatten vermutlich die Schulen aus Minden-Lübbecke, die meisten Mannschaften kamen aus Dortmund. Viele Kreise oder Schulen stellten sogar Busse für die Anreise der Schüler zur Verfügung. Das Landesfinale ist eben immer wieder ein großes Spektakel. Die Schachjugend NRW hatte aber organisatorisch alles im Griff mit Dutzenden von Helfern. Alleine die Küche hatte gut zu tun und hunderte Brötchen geschmiert, Waffeln gebacken und Würstchen gegart.

400 Spielsätze mit elektronischen Uhren bereitzustellen sind nebenbei auch keine Selbstverständlichkeit, die ohne die Unterstützung der Firma Schach Niggemann aber auch die Schachfreunden Brackel kaum möglich wäre.

Nach der pünktlichen Eröffnung durch den Präsidenten des Schachbundes NRW Ralf Niederhäuser und einem Grußwort von Staatssekretärin Andrea Milz startete das Turnier an fast 400 Brettern und die große Halle wurde plötzlich sehr ruhig. Dieser Moment, wenn hunderte Schüler auf einen Schlag in Konzentration versinken, ist immer wieder beeindruckend.

Außer in den offenen Spielklassen WK M(ädchen) und HR (weiterführende Schulen ohne gymnasialen Zweig) mussten sich die Teilnehmer vorher für das Landesfinale qualifizieren. Das Landesfinale ist kein offenes Turnier und es kann nur eine Mannschaft pro Schule und WK antreten. Dazu mussten sie sich zumeist über eine Kreismeisterschaft durchsetzen. Diese regionalen Vorturniere sind zum Teil selbst große Veranstaltungen, wie das OWL-Grundschulturnier in der Gerry Weber Halle, die Dortmunder Stadtmeisterschaften mit fast 70 Mannschaften oder die großen Kreismeisterschaften von Kleve und Borken. Es überrascht daher nicht, dass die Spitzenplätze beim Landesfinale regelmäßig von Paderborner, Dortmunder oder Niederrheinischen Teams besetzt werden. Kleiner Wermutstropfen: Ausgerechnet aus der größten Stadt in NRW Köln kam keine einzige Mannschaft nach Düsseldorf. So weit wird die Rivalität der beiden Rheinmetropolen doch wohl nicht gehen?!

Die größte Gruppe war wie immer die WK Grundschulen. An der Spitze kam es zu hochklassigen Duellen. Schließlich setzte sich die Martin-Luther-GS aus Plettenberg vor dem Vorjahressieger Hockstein durch. Für die DSM in Thüringen qualifizierten sich außerdem noch die Ulrichschule Sindorf und die St.Sebastianschule aus Raesfeld.

Endstände vom Landesfinale

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