Erfolge für den Schachbund NRW beim Meisterschaftsgipfel des DSB

Zum dritten Mal wurden unter der Überschrift „Meisterschaftsgipfel“ in Magdeburg die wichtigsten Einzelturniere des DSB in der Woche vom 23. Juli bis zum 01. August ausgetragen.

Zunächst begannen das German Masters und das German Masters der Frauen, ehe die Deutschen Meisterschaften und die Deutschen Meisterschaften der Frauen folgten.

Parallel spielten die Senioren in verschiedenen Altersklassen ihre Meister aus.

Am Sonntag fanden dann noch die Deutschen Blitzmeisterschaften und die Deutschen Frauenblitzmeisterschaften statt.

Die spielstärksten Akteure trafen in den Mastersturnieren aufeinander. 

Für den Schachbund NRW startete im Masters der Männer (präzise wäre es, von einem offenen Turnier zu sprechen, aber bis heute hat keine Frau die Qualifikation geschafft bzw. versucht) Großmeister Daniel Fridman (SV Mülheim-Nord 1931). Der Bochumer gehört seit vielen Jahren zu den besten Spielern Deutschlands, war Mannschaftseuropameister 2011, Vierter bei den Einzeleuropameisterschaften 2017 und ist bei den Männern das sportliche Aushängeschild des Schachbundes NRW. Zuletzt konnte er beim Deutschland Grandprix in Dortmund als Dritter überzeugen. Wer etwas von ihm über Turmendspiele lernen will, wird hier fündig: https://www.youtube.com/watch?v=2iFPR7Jj1hQ. Mit Matthias Blübaum kam ein gebürtiger NRW-Spieler als deutsche Nummer eins direkt vom Weltcup nach Magdeburg.

fridmann

Beide hatten mit dem Turniersieg jedoch nichts zu tun, da sich der Jugendspieler Luis Engel genauso überraschend wie souverän durchsetzte. Allerdings musste er gegen Fridman die einzige Niederlage hinnehmen.

Am Ende teilten Fridman und Blübaum den 5.-7. Platz mit 50 % der möglichen Punkte.

Bei den Frauen war Landestrainerin und Frauenreferentin Carmen Voicu-Jagodzinsky (SV Hemer 1932) als Deutsche Meisterin 2020 für das Masters qualifiziert. Sie konnte als einzige Spielerin die souveräne Siegerin Hanna Marie Klek an den Rande einer Niederlage bringen, ließ diese aber in Runde zwei ins Unentschieden entwischen und belegte am Ende einen hervorragenden zweiten Platz: http://chess-results.com/tnr568343.aspx?lan=0&art=1&turdet=YES.


Carmen Voicu-Jagodzinsky

Ein Interview mit ihr gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=IK8jHfXzUtc

Bei den Deutschen Meisterschaften waren die Jugendspieler Alexander Krastev (SG Solingen) und Ilya Gutkin (Krefelder SK Turm 1851 die einzigen Teilnehmer. Krastev, der mit der NRW-Auswahl 2020 die Deutschen Ländermeisterschaften gewonnen hatte, erzielte 5/9, Gutkin 4,5/9: http://chess-results.com/tnr562557.aspx?lan=0&art=0&fed=GER&turdet=YES

krastev (2)

Bei den Frauen starteten die Jugendspielerinnen Luisa Bashylina und Melanie Müdder (beide SG Solingen). Beide konnten ihre Elozahlen verbessern. Bashylina holte 5,5 Punkte und belegte Platz 6. Müdder wurde mit 4,5 Punkten 13: http://chess-results.com/tnr563959.aspx?lan=0&art=0&fed=GER&turdet=YES.

muedder bashylina

Bei den Senioren 50+ war Thorsten Cmiel vom Kölner Schachklub Dr. Lasker mit 5,5 Punkten auf Platz neun bester Vertreter unseres Verbandes: http://chess-results.com/tnr570889.aspx?lan=0&art=1&fed=GER&turdet=YES.

Bei den Senioren 65+ war Boris Khanukov (Bahn-Schachclub Wuppertal) mit 6 Punkten auf Platz 25 unser bestplatzierter Vertreter: http://chess-results.com/tnr570887.aspx?lan=0&art=1&fed=GER&turdet=YES.

Bei den Deutschen Blitzmeisterschaften der Frauen wurde Carmen Voicu-Jagodzinsky Vierte: http://chess-results.com/tnr569357.aspx?lan=0&art=4&fed=GER&turdet=YES

Bei den Männern kamen Daniel Fridman und Matthias Blübaum punktgleich ins Ziel, aber die bessere Feinwertung sprach für Blübaum, so dass Fridman Deutscher Blitzvizemeister 2021 wurde. Dass ausgerechnet sein Teamkollege Patrick Zelbel, der am Ende guter Siebter wurde, Fridman besiegte wird hoffentlich nicht zu schlechter Stimmung beim Bundesligisten führte.

Viele weitere Informationen, Bilder und Berichte findet man auf der hervorragendenTurnierseite des Deutschen Schachbundes: https://www.schachgipfel.de/.