Düsseldorfer Schachklub (DSK) hat es geschafft - Bundesliga

Erstellt: Donnerstag, 24. Mai 2018 17:41
Veröffentlicht von Chadt-Rausch
Kategorie: Mitteilungen
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Frank Neumann - Der Düsseldorfer Schachklub (DSK) hat es geschafft - ab der Saison 2018/19 spielt man in der Landeshauptstadt Bundesliga. Dazu gratuliert der Schachbund NRW herzlich. Wir konnten mit dem Vorsitzenden, Jan Werner, ein kurzes Interview führen. Der DSK verstärkt damit die vorhandene "NRW-Fraktion", die mit den langjährigen Bundesligisten SG Solingen, SV  Mülheim-Nord und DJK Aachen bereits einige Erfolge aufweisen kann.
 
1. Herr Werner, wie groß ist die Freude und die Euphorie, Schachbundesliga spielen zu können?
Sehr groß - wir haben sehr viel positives Feedback erhalten. Gerade über die Kanäle der Social Media kamen Zuspruch und spontane Angebote, bei den bevorstehenden Aufgaben mitzuhelfen. Es ist eine Eigendynamik spürbar, die längst die Skepsis der letzten Saison, wo der Aufstieg zum Greifen nah war, verdrängt hat.
 
2. Wie schätzen Sie die Wirkung für Ihren Verein und das Umfeld in der Landeshauptstadt ein?
Es ist ersichtlich, dass der Aufstieg das Ansehen des DSK deutlich gesteigert hat. Dies betrifft zunächst natürlich die Schachszene, erste Presseberichte haben uns aber auch in Düsseldorf deutlich wahrnehmbarer erscheinen lassen. Erste Gespräche mit der Stadt sind positiv verlaufen und wir planen bereits gemeinsame Aktionen. Für mich persönlich habe ich die Hoffnung, eine möglichst breite Schicht als Publikum neu zu gewinnen. Gelingt das, wäre es meiner Ansicht nach positiv für die Schachvereine in Düsseldorf und im ganzen Land NRW.

3. Was bleibt und was wird sich durch den Aufstieg verändern?
Der DSK hat ein sehr aktives Vereinsleben - die erste Mannschaft war darin grösstenteils schon bisher eingebunden. Diese Identifikation will ich ausbauen. Denn es muss das Ziel für mich als Vereinsvorsitzenden sein, dass alle Mitglieder hinter der ersten Mannschaft stehen.
Spielerisch sind Verstärkungen geplant. Der "Düsseldorfer Kern" soll nach Möglichkeit erhalten bleiben. Das ist letztendlich natürlich eine Frage des Budgets. Daran arbeiten wir. Für das Vereinsleben entsteht
durch die Teilnahme an der Schachbundesliga ein gesteigertes Selbstbewusstsein und für alle Mitglieder hoffentlich eine hohe Motivation.
Immerhin war der DSK 1955 und 1960 schon mal Deutscher Mannschaftsmeister (damals unter dem Namen des Vorgängervereins SG Rochade Düsseldorf) - an diese erfolgreiche Zeit wollen wir nun anknüpfen.

Foto: Jan Werner