Bericht aus den Bundesspielausschuss

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 05. März 2017 02:44
Veröffentlicht von Chadt-Rausch
Kategorie: Aktuelle Nachrichten
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Frank Strozewski - Auf seiner Sitzung am 04.02.2017 hat sich der BSA intensiv mit Änderungen im Spielbetrieb befasst. Neben der Neugestaltung der Einzelmeisterschaften wurde auch der SVR-Antrag die SBNRW-Mannschaftsmeisterschaft um eine weitere Spielklasse zu ergänzen intensiv beraten:
So stellt sich zurzeit die Situation der NRW-Einzelmeisterschaften dar: >Der DWZ/ELO-Schnitt der Teilnehmer ist seit Jahren rückläufig.
- Da der SBNRW aufgrund seiner Gemeinnützigkeit keine Preisgelder aus Haushaltsmitteln ausschütten darf, nehmen seit Jahren keine NRW-Spitzenspieler mehr am Turnier teil.
- Es wird zunehmend schwieriger, das Teilnehmerfeld entsprechend den den Verbänden zustehenden Qualifikationsplätzen zu besetzen.
- Die Attraktivität des Turniers als Qualifikation zur DEM hat angesichts ähnlicher Probleme bei der DEM merklich nachgelassen.
Der Zeitaufwand für die Qualifikation zu einer DEM ist hoch; auf Bezirks-, Verbands- und Landesebene sind mehrtägige Qualifikationsturniere zu bestreiten, dazu käme dann noch die 2-wöchige DEM. Ein solcher Aufwand lässt sich angesichts beruflicher und familiärer Verpflichtungen von immer weniger Schachspielern leisten.
Eine Steigerung der Attraktivität der NRW-EM kann mit folgender Änderung erreicht werden:
Das Turnier soll in ein bestehendes Open in NRW integriert werden. Der bestplatzierte NRW-Spieler soll den Titel des NRW-Meisters erhalten. Weitere Qualifikationsplätze für die Ebene des DSB gehen an die nächstplatzierten NRW-Teilnehmer. Eine entsprechende Regelung ist auch für den Bereich der Frauen-EM (evtl. auch Senioren) möglich.
Erwartete Vorteile:

·  Der Zeitaufwand würde sich von 7 Tagen auf 4 Tage reduzieren.
·  Durch den Charakter eines Offenen Turniers entfällt der zeitliche Aufwand für die Vorqualifikation.
·  Durch die zu erspielenden Preisgelder würde die Teilnahme für Spitzenspieler/Titelträger attraktiver.
·  Ein großes Open ist für Sponsoren/Förderträger/Presse deutlich attraktiver als das Turnier in der bestehenden Form.
Um der berechtigten Befürchtung der Verbände entgegenzutreten, dass ihre eigenen Verbandsmeisterschaften durch den Wegfall der Qualifikation zur NRW-EM an Wertschätzung verlieren, trägt der SBNRW die Startgelder für die Qualifikanten der Verbände. Dadurch freiwerdende Finanzmittel der Verbände, für die dann keine Startgelder für ihre Teilnehmer mehr anfallen, könnten diese z. B. als Fahrt- und Übernachtungskostenzuschuss an ihre Qualifikanten weitergeben.
Die Erweiterung der SBNRW-Mannschaftsmeisterschaft um eine Spielklasse soll folgende positiven Veränderungen bewirken:
Durch eine weitere Spielklasse wird das Gefälle der Spielstärken innerhalb der jetzigen NRW-Klasse und im Verhältnis zu den Verbänden geglättet. Regelmäßig steigt von den sechs Aufsteigern ein Großteil sofort wieder ab. In einer weiteren Spielklasse würden die Mannschaften mit einem DWZ-Schnitt zwischen 2000 und 2100 spielen. Dort hätten Aufsteiger auch ohne größere personelle Veränderungen eine wesentlich bessere Perspektive. Erfahrungsgemäß ergeben sich aus solchen Perspektiven Potenziale für die betroffenen Vereine. Eine weitere Spielklasse im SBNRW bedingt eine Harmonisierung der Spielbedingungen. Bisher gibt es nur im SVR eine Regionalliga, die den Bedingungen des SBNRW entspricht. Nach Einführung würde dies für alle Mannschaften in dieser Ebene gelten. Zusätzlich würde die Vergrößerung der Zahl der Aufsteiger aus den Verbänden die Meisterschaft in den Verbänden interessanten machen.
Eine große Mehrheit des BSA sieht die Änderung der Einzelmeisterschaft und der Mannschaftsmeisterschaft positiv. Entsprechend wird der Kongress gebeten, den BSA zu beauftragen, die ASpO entsprechend zu ändern.